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Turnfahrt der Männerriege Oberhelfenschwil vom 17. -
19. Juni 2005 ins Elsass
Am
Freitagabend um 1745 Uhr werden Velos und Gepäck ins Begleitfahrzeug verladen.
17 Männerriegler kommen diesmal mit auf die Reise. Mit einem Kleinbus,
Chauffeur Walti Looser, und dem Gepäcktransporter mit Paul Kuhn und Alex Manser
geht die Reise los Richtung Elsass zu Werner und Patricia Rüttimann. Schon
bevor wir die Autobahn in Wil erreichen, öffnet unser berufstüchtiger Wirt,
Pius die Kühltasche und spendiert jedem ein kühles Getränk, was auch sehr
geschätzt wird bei fast dreissig Grad. Ueber Zürich – Baden – Rheinfelden
erreichen wir in rassiger Fahrt Basel. Weiter geht’s auf der Autobahn Richtung
Strasbourg. Im Autobahnrestaurant Breisgau – Perle in Hartheim wird endlich
ein Halt eingeschaltet. Die Fahrt dauert jetzt ja nur noch eine gute Stunde, und
somit können wir gemütlich noch unsern Durst löschen und was Kleines essen.
Um 2100 Uhr geht die Fahrt weiter unserm Ziel Stotzheim zu. Es dämmert schon
leicht als wir bei Kappel – Rhinau den Rhein erreichen. Aber da gibt’s kein
durchkommen, die Ampel ist zum Glück auf rot, sonst wäre Paul sicher direkt in
den Rhein gefahren. Es ist auch keine Fähre hier die steht auf der andern Seite
des Rheins. Eine Hinweistafel bestätigt uns, dass Paul’s Computer etwas auf
unserer Reiseroute nicht erkannt hat. Die Fähre ist von Montag bis Freitag nur
bis 2100 Uhr in Betrieb. Es wird langsam Nacht und Kartenlesen ist angesagt,
aber womit? der Routenplan vom Computer sollte doch reichen um eine Brücke über
den Rhein zu finden. Zwanzig Kiolometer soll es sein bis zur nächsten Brücke
und los geht die Fahrt. Zwanzig Minuten, dreissig Minuten, fünfundvierzig
Minuten, noch immer keine Brücke. Nochmals Karte studieren und wieder geht‘s
weiter, plötzlich ruft einer, he ! hier sind wir doch schon einmal
durchgefahren! Und weiter geht’s in die Nacht. Eine Brücke, eine Brücke, tönt’s aus aller Munde und tatsächlich
fahren wir über eine Brücke, aber die Freude ist vergeblich, wir haben wohl
den Fluss überquert, aber über den Kanal hat’s wieder keinen Uebergang.
Wieder umkehren und weiterfahren dem Rhein nach hinunter. Aber nicht mehr lange,
schon kommt die nächste Brücke, und diesmal klappt es auch, wir sind über den
Rheinkanal gekommen. Und jetzt auf’s Gas damit wir noch etwas zu Essen
bekommen. Lange geht’s nicht bis wieder gestoppt wird, eine Abzweigung
verpasst und nochmals umkehren. Aber diesmal wird die richtige Strasse erwischt
und wird gefahren und gefahren bis Fredi ruft „jetzt sind wir bald am Ziel,
auf diesem Fussballplatz war ich mit Werner beim letzten Besuch“! Dann wird
wieder gefahren und gefahren, es ist bereits 2330 Uhr und noch immer kein
Stotzheim in Sicht. Doch schaut dort ist die Innerortstafel, aber wo ist „Au
relais des Oldis“? Eine Rundfahrt durchs Dorf und dann plötzlich winkt
Patricia, wir habens geschafft und sind am Ziel um 2345 Uhr! Dann heisst’s
sofort an den Tisch wer noch etwas Essen will. Patricia verwöhnt uns noch mit
Flammkuchen soviel wir mögen. Der Weisswein aus dem Weinberg von Werner mundet
allen und einigen fast zuviel. Dann mit der Zeit verschwinden die ersten und
lassen sich die Zimmer zeigen von der Gastgeberin. Bis aber die „Letzten“ Müdigkeit
verspürten wird es fast wieder Tag. Für Samstag ist zwar der Tagesbefehl
bekannt, aber jünger kommen wir ja nicht mehr zusammen! Als am Morgen die
meisten schon fast startbereit
waren für die Velotour, kamen die letzten erst zum z’Morge. Schade um das schöne
Morgenbuffet wenn man so schnell essen muss! Dann geht’s los auf unsere
Velotour unter der Leitung von Werner Rüttimann. Ueber Zellwiler – Gertwiller
– Heiligenstein – Ottrott radeln wir bei schönstem, aber heissem Wetter
nach Rosheim. In diesem schönen Städtchen machen wir halt um nachzutanken. Gut
getränkt, mit Mineral! und
Bier, geht die
Fahrt auf Pflastersteinen zur Stadt hinaus über Bischoffsheim – Obernai –
Goxwiller – Barr unserm Mittagsziel entgegen.
Im Restaurant Hungerplatz ( auf 800 m Höhe!) hat Werner für uns reserviert.
Mit 40 Km in den Beinen ist mancher froh das wir das Etappenziel erreicht haben.
Wir werden verwöhnt mit Rippli, Pommes, Kartoffelsalat, Bratkartoffeln und grünem
Salat. Nach einem feinen Dessert mit Kaffee suchen alle ein Plätzchen am
Schatten oder im Garten und machen Siesta. Doch nicht gar alle, Fredi, Peter und
Alex machen noch eine Mittagstour zum Schloss Spesbourg und zurück. Nach der
Mittagsruhe, welche sehr geschätzt wurde geht die Fahrt weiter über Andlau –
Itterswiller nach Epfig zur Weinprobe. Hier wird wacker serviert und probiert.
Aufgetischt werden Le Silvaner, Le Pinot Blanc, Le Riesling, Le Pinot Gris und
Le Gewürztraminer (Messwein!)
mit Kuchen. Es wird gerühmt, geplaudert ,die Nase gerümpft, nachgelesen und
dann bestellt, bezahlt und verladen. Jetzt ist ja wieder nachgetankt und wir
fahren mit unsern Stahlrössern, wenn auch ein wenig auf Umwegen „ es können
halt nicht alle auf den Tourenleiter warten! „ Stotzheim zu. Zum Nachtessen
hat uns Patricia ein super „Bakkeoffe „ gekocht. Nach dem Dessert sitzen wir
noch gemütlich beisammen und geniessen den schönen Sommerabend im Freien. Am
Sonntagmorgen können wir es gemütlich nehmen. Erst um 0930 Uhr ist Brunch
angesagt. Und noch einmal geniessen wir das Können der Köchin, nebst dem
Morgen - Buffet gibt es Spiessli vom Grill. Dann müssen wir aber doch ans
Aufbrechen denken. Das Gepäck wird verladen und jetzt heisst es Abschied nehmen
von Stotzheim. Per Velo fahren wir die Weinstrasse Richtung Colmar durch viele
schöne mit Blumen geschmückte, kleine und grössere Dörfer bis Eguisheim.
Leider macht Daniel noch einen Sturz kurz vor dem Ziel. Zum Glück steht er
sofort wieder auf, aber der gespaltene Velohelm zeugt doch von einem rechten
Schlag auf den Kopf. Hier in Eguisheim werden die Velo’s wieder verladen und
via Mulhouse – Lörrach geht’s
der Grenze zu. Wie geht’s wohl am Zoll? Aber für unsere Chauffeure ist das
kein Problem, kaum an der Grenze angekommen, sind wir auch schon vorbei. Im
Landgasthof Krone in Möhlin machen wir noch einen Halt um unsere knurrenden
M.... zu befriedigen. Hier hat Paul
eine gute Nase gehabt, der Service klappt wunderbar und im schönen
Gartenrestaurant war es bei Bier und kalter Platte ganz gemütlich. Den Rest der Reise haben alle gut überstanden und ohne Stau und Verzögerungen
sind wir gut in Oberhelfenschwil angekommen. Eine ganz schöne Turnfahrt gehört
der Vergangenheit an. Vielen Dank Ruedi für Deinen Einsatz für uns Männerrriegler,
wir schätzen deine grosse Arbeit die du leistest das ganze Jahr und freuen uns
wieder auf die Turnstunden und die nächste Reise.
P.Niedermann
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