| ||||||
|
Turnfahrtbericht der Damenriege im Tessin Pünktlich um 07.15 Uhr trafen sich alle
Damenrieglerinnen zur Abfahrt in sonnige Tessin. Dabei stellte sich heraus, dass
es gar nicht von Vorteil ist, die Erste zu sein, denn mit diesem Argument wurde
ich dazu verdonnert, den Reisebericht zu verfassen. Mit dem Kleinbus und Regina als Fahrerin starteten wir
gegen 07.30 Uhr unsere Turnfahrt. „Ännät am Rickä“ begrüssten uns schon
die ersten Regenschauer. Es sollten nicht die letzten sein an diesem Wochenende
in der Ostschweiz. Gegen 09.30 Uhr war dann der erste Kaffeehalt in eine Schützenrestaurant.
Zu unserem Pech erschienen die hübschen Schützen aber erst, als wir schon
wieder aufbrechen wollten. Auf dem Weg Richtung Gotthard wurde dann die erste
Flasche Wein geköpft. Neugierig blickten die Lastwagenfahrer vor dem Gotthard
in unseren Kleinbus. Doch leider blieb für sie nichts mehr übrig. In Biasca angekommen mussten wir zugeben, dass das
Tessin seinem Namen „Sonnenstube der Schweiz“ alle Ehre trägt, strahlender
Sonnenschein! In Biasca stiessen dann auch Monika und Cordelia zu uns, welche
mit dem Zug hierher gereist waren. Mit 15 mehr oder weniger bequemen Leihvelos
machten wir uns gegen 11.30 Uhr auf den Weg Richtung Locarno. In einem Wald,
nahe einem kleinen Bach, legten wir unsere Mittagspause ein, um Energie für die
nächste Etappe zu tanken. Nach diese kurzen Stärkung ging es gemütlich weiter
Richtung Go Kart-Bahn. In Bellinzona könnten wir aber diesem grossen „M“
nicht widerstehen und so legten wir eine weitere Pause im Mc Donalds ein. „Schliesst
aber ja eure Fahrräder ab“, war da der Rat der weisen Regina. Diesem Rat
wussten aber nicht alle Folge zu leisten?! Nach einem feinen Dessert wollten wir zur letzten
Etappe nach Gordola zu Go Kart-Bahn starten. Zu unserem Schreck standen aber nur
noch 14 Velos und ein defektes vor uns. Irgendjemand muss sein demoliertes
Fahrrad gegen eines der unseren ausgewechselt haben. Eine Schweinerei, aber wer hat denn da sein Fahrrad
nicht abgeschlossen? Die Schuldige sass noch auf dem WC. Als sie dann aber das
Geschehene sah, musste sie nur lachen. Ja, ja, Sonja, so lustig war das Ganze ja
eigentlich gar nicht, doch du hast es mit Humor genommen. Nachdem Regina mit dem Bahnhofspersonal verhandeln
konnte, gingen einige mit Sonja und ihrem kaputten Stahlesel zum Bahnhof
Bellinzona um es gegen ein anderes einzutauschen. Die anderen machten sich
unterdessen weiter auf den Weg. Der nächste Treffpunkt war dann bei der Go
Kart-Bahn. Als wir bei der Rennbahn ankamen und uns die Fahrer nur noch so um
die Ohren sausten, hatten alle ein mulmiges Gefühl im Magen. Schliesslich fuhren wir alle zusammen weiter, ohne auch
nur eine Runde Kart gefahren zu haben. Das heisst, nein, ein Quartett von uns
hat auf dem Weg zwischen Bahnhof Bellinzona und der Go-Kart Bahn eine gutes
Grotto gefunden, das man einfach „noch nicht verlassen könne“ Sie würden
aber so schnell wie möglich nachkommen. So machte sich unsere geschrumpfte Velotruppe weiter
auf den Weg. Kurz vor Locarno fanden wir ein ideales Plätzchen um noch kurz in
Wasser zu springen. Als Garderobe diente nur unser eigenes Badetuch. Doch die
vorbeiziehenden Sparziergänger störten sich überhaupt nicht daran. Nach dieser kurzen Erfrischung und nur noch ca. 15
Minuten Fahrt kamen wir endlich in Locarno an und konnten somit auch unsere
Fahrräder am Bahnhof abgeben. Danach bezogen wir unsere Zimmer im Hotel Garni,
direkt neben dem Bahnhof. Gegen 20.00 Uhr suchten wir dann gemeinsam ein gutes
Restaurant auf der Piazza Grande um unseren grossen Hunger zu stillen. Nach der
sehr feinen Pizza, aber dem weniger guten Wein erkundeten wir das Nachtleben.
Die einheimischen und Touristen schienen aber nach dem Filmfestival von letzter
Woche ziemlich müder zu sein. Es war nicht viel los in der Stadt am See. So
beschlossen die meisten ins Hotel zurückzukehren und vom ersten Tag der
Turnfahrt zu träumen. Einige Unermüdliche gingen aber noch weiter auf die
Piste. Im benachbarten Dorf gab es eine grosse Disco. Die schien jedoch nur so
gross, weil alle Wände aus Spiegel bestanden und wir die einzigen Gäste waren.
Der einzige Vorteil war die Tanzfläche, die wir für uns alleine hatten, was
wir natürlich voll ausnützten. Nach einigen Tänzchen und Drinks kehrten wir
dann aber auch ins Hotel zurück, da wir immer noch ziemlich die einzigen Gäste
waren. So endete dieser Abend für eine Turnfahrt erstaunlich früh. Nach einem feinen Frühstück im Hotel besammelten wir
uns am Sonntagmorgen um 09.30 Uhr bei der Talstation der Sesselbahn Cardada. Mit
rasantem Tempo fuhren wir in die Höhe. Oben angekommen hatten wir eine
wunderbaren Blick auf den ganzen Lago Maggiore. Kaum zu glauben, dass es hier so
schön war, wenn man wusste, dass es in der Ostschweiz ununterbrochen regnete.
Nachdem einige in einem Restaurant auf dieses wunderschöne Wetter angestossen
hatten, machten wir uns auf zu der langen Wanderung. Der steigende Weg liess
schnell mal einige Schweisstropen fallen. Doch bald ginge es dann geradeaus und
man nahm wieder Normalpuls an. Auf der Strecke nahmen wir dann bei einem
Restaurant und einer kleine Kapelle unser Mittagessen ein. Mit neuer Energie machten wir uns wieder auf den Weg,
diesmal abwärts. Dabei erfanden Doris und Manu gleich eine neue olympische
Disziplin. „Downhill-Jogging“ heisst diese neue Sportart. Das Ziel: lange
und steinige Strecken so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Die beiden
waren unschlagbar, haben sie wohl heimlich geübt? Bevor wir mit dem Postauto und dem Zug nach Biasca zurückkehrten,
erfrischten wir uns ein letztes Mal in einem gemütlichen Tessiner Restaurant.
Sogar die Weintrauben an der Decke bleiben nicht von uns verschont. In Biasca
trennten sich unsere Wege wieder. Cordelia und Monika reisten mit dem Zug
weiter, die 13 anderen mit dem Kleinbus Richtung Heimat. Auf der Heimfahrt dösten alle vor sich hin. Nur Andrea
war ziemlich aufgeregt, denn es meldete sich immer ein geheimnisvoller Liebhaber
per Natel bei ihr. Doch, wer war diese geheimnisvolle Liebhaber? Er würde mit
einem Strohhalm beim Sonnenhof in Oberhelfenschwil auf sie warten, schrieb er
per SMS. Nach einem kurzen Halt in der Raststätte
„Heidiland“ kamen wir gegen 20.00 Uhr in Oberhelfenschwil an. Im Restaurant
Sonnenhof tranken wir unsere „Gute-Nacht-Schoggi“ und begrüssten die
Aktivriegler von ihrer Turnfahrt. Als dann Manu mit einem Strohhalm im Mund
auftauchte, war auch das Geheimnis mit dem mysteriösen Liebhaber geklärt. So klang unsere diesjährige Turnfahrt gemütlich aus. Besten Dank, Regina, für die super Organisation und
das Chauffieren mit dem Kleinbus. Es war eine tolle Turnfahrt!!!
|
|
|