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Trudi tischt keine Märchen auf! Trudis Gerste(r)-Suppe des Turnvereins Oberhelfenschwil mundet allen - Grosserfolg am ersten Abend. (meka) Alles echt: Die Akrobatik, die Salti aus dem Stand, die Überschlage, die guten turnerischen wie tänzerischen Leistunge, der Humor und die Videoeinblendungen. Trudi tischt keine Märchen auf, auch wenn der Turnverein Oberhelfenschwil das Motto der diesjährigen Unterhaltungsabende "Trudis Gerste(r)-Suppe" nennt. In ihr schwimmen Mystisches, Märchenhaftes, Erzählerisches und überraschendes. Beim Genuss gibts kein Aufstossen. Nicht umsonst war die Sonnenberg-Turnhalle am vergangenen Samstag gerammelt voll. Helfei und Oberhelfi auf der Reise Mit zwölf Programmpunkten skizziert der Turnverein Oberhelfenschwil, respektive seine Riegen, eine Reise von Oberhelfi (Michael Lacher) und Helfi (Ralph Bränlde). Sie machen sich auf die Suche nach dem verlorenen Märchenbuch Trudi Gersters sowie dem Oberhelfenschwiler Schatz. Die beiden Helden durchqueren das Düstertal, kommen im Haribo-Land an, begegnen Pippi Langstrumpf und den Schlümpfen, driften ab nach Japan, finden sich ein bei Harry Potter und treffen die Schweizer Nationalelf. Schliesslich besiegen die beiden Guten das Böse, finden den Schatz: die rund 100 Kinder des Turnvereins. Vorwitzig und mit Begeisterung Sie sind es denn auch zu Beginn des Programms, die viel Farbe auf die Bühne bringen: Vorwitzig und mit sichtbarer Begeisterung turnen die "Zwergli" am Boden und Barren, proben Mütter und Kinder de Aufstand im Gemüsebeet, die Kinder springen übers Pferd von Pipi Langstrumpf, schwenken die mit Kissen ausgestopften Hintern als Haribo-Gummibärchen oder schweingen die Seile und hüpfen durch sie, als wärs eine Selbstverständlichkeit auf dieser Welt. Düsterer (nur punkto Bühenbild) wird bei der Frauenriege: mit einem Tanz der Michael Jackson's Thriller umsetzte, jagen sie Helfi und Oberhelfi Angst ein. Siw wird genommen durch eine sehr effektvolle Aufführung der Gymnstikriege: Die fluoreszierenden Gummis um die Handgelenke zeichnen die Bewegungen des Tanzes ideal nach. Erste Zugabe gefordert Der Turnverein Oberhelfenschwil zeigte auch nach der Pause, dass er turnerisch "was drauf" hat. Und es waren vor allem die turnerisch wie tänzerischen Leistungen, die das Publikum am meisten erfreuten. Die "Schlümpfe" respektive die Gerätejugi gross vermochten mit ihrer Übung an diesem Abend erstmals eine Zugabeforderung aus den Gästen zu locken. Es erstaunte nicht: Die Übung der Drittrangierten an der Schweizermeisterschaft war anmutig, perfekt und musikalisch äusserst gut interpretiert. Die Männerriege schien auch auf der Bühne ihrem Hobby zu frönen, trat als Schweizer Nationalelf auf: Die Kostüme wirkten, riefen viel Lacher hervor. Fulminanter Schlusspunkt Schliesslich setzte der Turnverein Oberhelfenschwil mit Aufführungen der Aktiven, Frauen und Männer, zu einem fulminanten Schlusspunkt an. Jetzt blitzte das Können auf, das in dieser Riege steckt: tänzerisch, mit verschiedenen Stilarten; akrobatisch, mit Salti aus dem Stand, schnellen und atemberaubenden Überschlägen, ohne zu vergessen, eine perfekte Haltung inne zu haben sowie turnerisch mit Spagaten, Handständen, Figuren. Das Bodenturnen scheint ein Steckenpferd der Oberhelfenschwiler zu sein, es war dominierend im Programm, zumal es auch für jede Altersgruppe geeignet ist. Auch Trudi Gerster respektive Käthi Graf zeigte sich am Schluss des märchenhaften Abends zufrieden: Sie bekam ihr Buch zurück, auf dass sie wieder Geschichten erzählen kann. Sie durfte am Samstag auf ein sehr gutes Publikum zählen: Es verstand zuzuhören. Auch keine Selbstverständlichkeit mehr. Aus dem Alttoggenburger vom 16. Januar 2006
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