Turnfahrtbericht 2008



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Meine letzte Turnfahrt mit der Aktivriege

 

Protokoll zuhanden der Riegenversammlung

 

Tanja und ich sind heute Morgen gespannt aufgestanden. Unsere letzte Turnfahrt mit der Aktivriege steht an. Wir freuen uns sehr. Als wir pünktlich um 10.00 Uhr beim Parkplatz vis-à-vis des Dorfplatzes angekommen sind, ist bereits Martin, Daniela, Devis, Michi, Roger, Adrian, Simon Gubser, Kevin, Peter Graf, Matthias (wenn er wüsste, was ihn erwartet), Dani (oder Wägi) und Sonja da. Nach uns trifft noch Chrigel ein.

 

Wir verstauen unser Gepäck in den Besenwagen. Ich sehe zwar keinen Besen, aber er eignet sich trotzdem ausgezeichnet für den Transport von Gepäck und Fahrrädern. Um 10.20 Uhr fahren wir los. Bereits bei der nächsten Siedlung (Wigetshof) gibt es den ersten Halt. Ach so, hier stösst noch ein weiterer Velofahrer zu uns. Peter Brändle. Somit sind wir 16 Bikerinnen und Biker. Wie es sich für einen Peter gehört, trägt er keinen Fahrradhelm. Die Gruppe kann ihn davon überzeugen nochmals zurück zu gehen und einen Helm zu organisieren. Er hat einen sehr schönen, modisch farbenen Helm gefunden. Er passt sogar auf seinen Kopf.

 

Weiter geht es über die Langensteig nach Lichtensteig. Kurz vor dem Burt haben wir die erste (und ich glaube einzige) Panne. Tanjas Kette ist aus dem Kranz gesprungen. Die Panne ist rasch behoben und die Fahrt kann weitergehen. Schon bald stehen wir in der Bleiken und am Fusse des Rickenpasses. Nach einer Kurzpause geht es hoch. Mit individuellem Tempo. Um 11.20 Uhr erreiche ich den Ricken. Ein Teil der Mannschaft benötigt bereits einen ersten Boxenstop im Restaurant Ricken.

 

Danach teilen wir uns auf in eine Off-Road-Gruppe und eine Strassen-Gruppe. Martin Holenstein führt uns – buchstäblich – übers Land hinunter nach Kaltbrunn. Das war ein spannender Zwischentripp auch wenn mir gnadenlos meine technischen Defizite aufgezeigt wurden. Kurz nach Kaltbrunn verlässt uns leider Martin. Das bedeutet für mich, dass wir dafür die Strasse nicht mehr verlassen müssen…

 

Um 12.30 Uhr gelangen wir an unseren lauschigen Mittagsrastplatz. Simon hat ganze Arbeit geleistet, er hat extra für die Mittagspause Holzhöcker zuschneiden lassen…oder waren die per Zufall da? Leider haben wir keine Badehose dabei, sonst hätten wir uns in der Linth noch etwas abkühlen können. OK, so schade ist es nun auch wieder nicht.

 

Um 13.55 Uhr erreichen wir das Restaurant Löwen. Wir dürfen uns für das letzte Teilstück stärken. Unter und mit Trauben lassen wir es uns gut gehen. Tanja und ich verabschieden uns mit ein oder zwei „Lokalrunden“ offiziell von der Aktivriege. OK, wir waren zu jenem Zeitpunkt die einzigen Gäste. Wem wohl ist es bereits jetzt bewusst, welche Strapazen auf uns warten?

 

Um ca. 15.00 Uhr fahren wir los Richtung Fronalpstock. Wer bis jetzt noch zu wenig gefordert war, kommt jetzt bestimmt auf die Rechnung. Zuerst geht es einfach mal bergauf ohne Ende. Dann kommt ein kleines Flachstück und zum Abschluss geht es einfach nochmals bergauf und dann nicht wenig. Die einen haben Krämpfe, die anderen schaffen es etwas lockerer. Matthias Jud hat sonst irgendwo Krämpfe. Aber alle haben es aus eigener Kraft geschafft. Peter Graf hat zwar das Velo dem Besenwagen mitgegeben. Für mich begreiflich, denn es war so steil, da wäre auch ich nicht mehr ohne Helm hochgefahren. Um 16.15 Uhr kommt Michi als erster oben an. Zu diesem Zeitpunkt sucht Chrigel noch den kleinsten Gang. Um 16.40 Uhr erreiche ich die Fronalpstockhütte. Gleichzeitig trifft auch der Besenwagen ein. Um 17.00 Uhr stossen dann noch Cordelia und Andrea zu uns. Sie sind mit dem Besenwagen hochgefahren und das letzte Teilstück haben sie zu Fuss zurück gelegt. Zur gleichen Zeit ist Matthias bereits auf der Suche nach einem Kissen. Nein, er muss nicht ins Bett, er möchte darauf sitzen, wieso auch immer. Wir können hier oben sogar duschen. Zudem wird der Besenwagen beladen. Ein herzliches Dankeschön an Bruno Gubser für das Fahren des Besenwagens. Die Tische sind noch nicht gedeckt, da bestellen die Frauen schon einen Schnapps. Angeblich ein Apéritif. Alle freuen sich aufs Essen, man ist hungrig und erschöpft. Niemand traut sich zu, heute lange wach zu bleiben. Um 18.23 Uhr wird die Suppe serviert. Um 18.25 Uhr geht Matthias auf die Toilette. Zwar „gehen“ kann man dem nicht sagen, er geht etwas komisch. Adrian hat nach einem ½ Saft bereits Probleme mit der Satzstellung. Er scheint ebenfalls erschöpft. Um 19.03 Uhr wird der Hauptgang serviert, Rahmschnitzel mit Nüdeli. Schnell wird es ruhig. Zum gleichen Zeitpunkt trifft die Schnüfflergugge in der Hütte ein. Matthias und Daniela kennen die ½ Guggemusig, ich glaube eine Cousine. Die Mitglieder der Guggemusig unterstreichen beim Singen, dass ein Gugger nicht zwingend ein 1. Klassiger Musiker sein muss. Um 20.00 Uhr gibt dann auch die Aktivriege ihr erstes Lied zum Besten. Gleichzeitig bestellt Matthias den ersten Zwetschgen-Lutz. An was erinnert uns das? Leider hat es in der Hütte kein TV-Gerät. Deshalb müssen Chrigel, Dani, Peter Brändle und ich das Fussballländerspiel Israel – Schweiz auf einem Handy-Bildschirm mitverfolgen. Das Endresultat ist ja bekannt. Das Endresultat von Schweiz – Luxemburg war es zum Glück noch nicht…

 

Die nächsten Handnotizen kann ich nicht mehr lesen. Sie stammen auch nicht von mir. Jedenfalls jassen wir an diesem Abend vor allem „Banduhr“. Leider wird der Vereinspräsident überdurchschnittlich häufig zur Kasse gebeten. Nach einem Tripel-Nipel mit der Guggemusig ist es um 01.00 Uhr Zeit. Jedenfalls gemäss dem Servierpersonal. Gut ist der Hüttenwart wieder aufgetaucht, denn er organisiert einen separaten Raum, wo wir noch weiterjassen dürfen. Der Hüttenwart war 2 Stunden nicht mehr zu sehen und er wusste danach sehr gut Bescheid über das Fussball-Länderspiel...komisch, ohne Fernseher in der Hütte…

 

Die Nacht ist kurz oder lang, je nachdem wie man es betrachtet. Am Morgen gibt es ein feines Frühstück. Auch Martin stösst wieder zu uns. Eine Willensleistung, bei diesem trüben Wetter zur Fronalpstockhütte zu fahren. Um 10.30 Uhr ist Abmarsch. 30 Minuten später gelangen wir zum Restaurant Alpenrose. Nach einem 30-minütigen Halt müssen wir um 11.30 Uhr wieder los. Die Guggemusig ist eingetroffen und hat keinen Platz im Lokal ausser eben, wir gehen. Nun kommt das strengste Stück vom Sonntag. Es geht rund 1 ¼ h bis zum Berghaus Habergschwend. Auf dem Weg stürzt Daniela und holt sich schmutzige Hosen. Im Habergschwend werden wir freundlich bewirtet. Es gibt, Älpermakkronen, Ziegerhörnli, Speck, Tomatenspaghetti und vieles mehr. Nach dem Essen können wir uns entschliessen mit dem Trotinett hinunter nach Filzbach zu fahren. Matthias wünscht sich ein Trotinett mit Kissen…Nach einer lustigen Fahrt kommen wir alle in Filzbach an. Von dort gehen wir mit dem Bus nach Mollis. Matthias Jud hat sich freiwillig gemeldet, die nächste Turnfahrt zu organisieren. Jetzt schon herzlichen Dank. Es wird allgemein angenommen, dass es keine Velotour geben wird. Nach einer Zugfahrt über Uznach, Wattwil nach Dietfurt bringt uns Toni mit dem Postauto heil nach Oberhelfenschwil. Für uns macht er sogar einen Extrahalt beim Dorfplatz.

 

Im Sonnenhof lässt ein Teil die Turnfahrt noch ausklingen. Ein herzliches Dankeschön dem Organisator Simon Gubser. Meine letzte Turnfahrt mit der Aktivriege hat mir sehr gut gefallen.

 

Philipp


last update: 06.12.2011
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