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15 junge Schweizer MeisterDie Jugendriege Oberhelfenschwil holte sich im Tessin den Meistertitel in der GerätekombinationOberhelfenschwil. Die Nachricht «Schweizer Meister 2007» verbreitete sich gestern Sonntag im Dorf wie ein Lauffeuer. Die Freude war riesig und der Empfang am späten Abend herzlich, die Jüngste im Team ist neun Jahre alt. Toni Hässig Am vergangenen Sonntag fand in Mendriso/Chiasso die 3. Schweizer Meisterschaft im Vereinsturnen der Jugend statt. Die Geräteriege Oberhelfenschwil startete in der Kategorie A (bis 16-Jährige) in der Disziplin Gerätekombination. Die jungen Geräteturnerinnen und Geräteturner des STV Oberhelfenschwil schafften es die letzten beiden Jahre auf den 3. Platz. Die Vorgabe des Trainerduos Manuela Brechbühl und Simon Looser war deshalb klar. Sie wollten mindestens einen Podestplatz und man hoffte auf den grossen Erfolg. «Die Kinder wollten das auch», sagte Simon Looser beim Empfang, «ihnen war vor dem Wettkampf kein Zusatztraining zu viel, alle turnten mit Begeisterung». Am Sonntag reichte der knapp möglichste Vorsprung, ein Hundertstelpunkt, zum Sieg. Das Dorf zusammengetrommeltDer Schweizer Meistertitel stand kurz vor 14 Uhr fest. Der Verkehrsverein organisierte sofort einen Empfang. Als die Kinder abends um halb zehn aus dem Tessin zurückkehrten, empfing sie die Musikgesellschaft Oberhelfenschwil und ein zahlreich aufmarschiertes Publikum mit Begeisterung. Die Freude der Empfangenen war ebenso riesig und der Stolz über das Erreichte stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Die jüngste Turnerin, Anja Rimensberger, darf sich als Neunjährige bereits Schweizer Meisterin nennen. Sie durfte von Gemeindepräsident Jerry M. Holenstein das Präsent der Gemeinde entgegennehmen. Er lobte die Teamleistung und jene des Trainerduos als etwas ganz Grosses für die Gemeinde. Starke KonkurrenzSimon Looser und Manuela Brechbühl werten den Sieg der Geräteriege an den Schweizer Meisterschaften als sensationell. Die Nerven der beiden wurden in Mendrisio allerdings arg strapaziert, bis das Ergebnis fest stand. In der Disziplin Gerätekombination waren zwölf Vereine am Start, darunter auch der Sportverein Lengnau als Titelverteidiger und die FSG Mendrisio, mit Heimvorteil und als die letztjährigen Zweiten. Mit dem Durchschnittsalter von zwölf Jahren, war der Turnverein Oberhelfenschwil mit Abstand die jüngste Gruppe der Kategorie A. Knappe EntscheidungNach dem intensiven Trainingseinsatz seit den Herbstferien, reiste die junge Gruppe am frühen Sonntagmorgen mit dem Car ins Tessin. Mit grosser Anspannung und top konzentriert, machten sich die zehn Turnerinnen und fünf Turner bereit für ihren Wettkampfeinsatz. Mit einer hervorragenden Leistung in der Einzelausführung (beste der Kategorie) und mit einer ebenso sehr guten Ausführung in der Synchronität, erhielt die Geräteriege für ihre Darbietung die hohe Note von 9.41. Damit übernahmen die Oberhelfenschwiler im bisherigen Zwischenklassement die Führung, vor Mendrisio mit der Note von 9.24. Die Führung war nicht gefährdet, bis als letzte der Gruppe Titelverteidiger Lengnau in den Wettkampf stieg. Die Darbietung von Lengnau strapazierte die Anspannung der Oberhelfenschwiler bis aufs Äusserste. Dass die Entscheidung nach der starken Vorführung eng würde, war allen klar. Schliesslich löste der Speaker die Spannung und das Nervenflattern, als er für Lengnau die Note von 9.40 bekannt gab. Riesige FreudeOberhelfenschwil war Schweizer Meister in der Sparte Gerätekombination. Unter den Kindern und Betreuern brach ein grenzenloser Jubel aus. An der Siegerehrung in Chiasso setzte sich der Jubel bei den jungen Turnerinnen und Turnern und den mitgereisten Fans fort. «Als es aus dem Lautsprecher hallte: 1. Rang und somit Schweizer Meister 2007, STV Oberhelfenschwil, lief es nicht nur mir kalt den Rücken hinunter, das war ein einmaliges Erlebnis», erzählte Simon Looser nach der Rückkehr. Das Siegerpodest wurde gestürmt und mit strahlenden Augen durften die Kinder den Schweizer Meister-Pokal entgegennehmen und in die Höhe stemmen. Weil es so schön war, wiederholten sie dies einige Fahrstunden später in der Sonnenberghalle nochmals. Durch die Halle schwappte mit Kuhglockenunterstützung die Welle wie bei grossen Fussballspielen.
(c) St. Galler Tagblatt |
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